Man sagt der Marathon ist der Zenit für jeden ambitionierten Hobbyläufer. Als ich vor 4 Jahren an meinem ersten Volkslauf teilnahm und nach 10 km völlig erschöpft und ausgepowert im Ziel ankam war das Ziel diesen zu überschreiten absolut undenkbar.
Der Marathon mit seinen 42km, ein Ziel was sich wohl die wenigsten Laufanfänger vornehmen. 2008 , bei meinen ersten Halbmarathon dachte ich schon bei km 17 das da schon nichts mehr geht.....Zeiten ändern dich.
Der Wecker klingelte früh, so gegen 7:30. Aufgeregt war ich seltsamer weise nicht. Ich war mir einfach sicher, diesen Tag, die vor mir liegende Aufgabe zu Meistern , die vielen gelaufenen Trainingskilometer gegen dieses unglaubliche Gefühl einzutauschen durch frenetisch jubelnden Zuschauer zu laufen , ans absolute Limit zu gehen und darüber hinaus.
Dies alles wartete heute auf mich.
Der Startschuss sollte um 11:30 durch Köln Deutz schallen , entsprechend früh war ich da. Parkte mein Auto im Parkhaus der Lanxess Arena und machte mich zu Fuß auf den Weg zur Kleiderbeutelabgabe im Staatenhaus ca. 1,5km entfernt. Die ersten Halbmarathonis kamen mir schon entgegen mit Medaillen um den Hals. Da war es ,Schlagartig pumpte mein Herz, Adrenalin schoss in meine Adern ,ja da war es dieses Gefühl wenn du weißt das du kurz vor deiner Prüfung stehst. Der Druck wird da schon groß da Erfolg und Niederlage von so vielen Faktoren abhängt.
Der Marathon mit seinen 42km, ein Ziel was sich wohl die wenigsten Laufanfänger vornehmen. 2008 , bei meinen ersten Halbmarathon dachte ich schon bei km 17 das da schon nichts mehr geht.....Zeiten ändern dich.
Der Wecker klingelte früh, so gegen 7:30. Aufgeregt war ich seltsamer weise nicht. Ich war mir einfach sicher, diesen Tag, die vor mir liegende Aufgabe zu Meistern , die vielen gelaufenen Trainingskilometer gegen dieses unglaubliche Gefühl einzutauschen durch frenetisch jubelnden Zuschauer zu laufen , ans absolute Limit zu gehen und darüber hinaus.
Dies alles wartete heute auf mich.
Der Startschuss sollte um 11:30 durch Köln Deutz schallen , entsprechend früh war ich da. Parkte mein Auto im Parkhaus der Lanxess Arena und machte mich zu Fuß auf den Weg zur Kleiderbeutelabgabe im Staatenhaus ca. 1,5km entfernt. Die ersten Halbmarathonis kamen mir schon entgegen mit Medaillen um den Hals. Da war es ,Schlagartig pumpte mein Herz, Adrenalin schoss in meine Adern ,ja da war es dieses Gefühl wenn du weißt das du kurz vor deiner Prüfung stehst. Der Druck wird da schon groß da Erfolg und Niederlage von so vielen Faktoren abhängt.
Angekommen im Staatenhaus finde ich mich gut zurecht. Stecke mir die Gels und meine kleine Trinkflasche in die Rückentasche und gebe den Beutel ab. Die Dame die mir den Beutel abnahm lächelte mich an und vielleicht sagte Sie es zu jedem aber diese Worte die ihr über die Lippen kamen habe ich jetzt noch genau in den Ohren. Sie sagte: "Ich wünsche ihnen viel Spaß und kommen sie Gesund wieder"
Ich nickte.
Ich hatte Zeit, ging langsam zurück in den Startbereich direkt am Deutzer Bahnhof. Musik mit tiefen Bässen schalte mir entgegen, heizte den ins Ziel kommenden Halbmarathonis auf den letzten Metern bis ins Ziel nochmal richtig ein.
Mein Startbereich war Orange, ganz hinten. Meine Ziel zeit hatte ich bei der Anmeldung realistisch mit 3:30 Std. angegeben und machte mich jetzt doch etwas unsicher denn vom Start weg in den totalen Stau zu kommen könnte sehr viel zeit kosten und eine gute zeit bzw. Platzierung schon von Beginn an zu Nichte machen.
Die Startbox füllt sich so langsam. Ich lausche , bekomme Gespräche mit:"Und? was hast du Dir so für ne Zeit vorgenommen? Ach nur ankommen "sagt der eine. Darauf der Andere:" Ich hab mir so 5 Std. vorgenommen."
JAWOLL, genau das brauche ich.......Kneipenläufer...ach du sch....na das wird ganz großes Kino.
Um 11:30 schallt der erste Startschuss für die Hautständer aus Kenia und Äthiopien. Wir rücken vor. 5min die 2. Welle mit Sektor Grün, weitere 5 min später Blau.
Ein letztes Mal rücken wir vor....ich hatte mich schon bis in die 3. Reihe vorgedrängelt und sehe dann das eine weitere Gruppe links von mir noch vor uns ist.
Ich verabschiede mich von meiner Wunschzeit von 3:30 Std. !!!
Viele aus meinem Startblock überwinden den Hüfthohen Zaun und schließen sich der anderen Gruppe an. Diese sollte ich noch alle wiedersehen.
Wir rücken vor. Ich stehe nun in der ersten Reihe dieser Gruppe. Es wird runter gezählt 3...2....1... Knall und ab. Die Gruppe vor mir hatte nach deren Startschuss ca. 3min Vorsprung und ich lief schon nach den ersten 100m auf die ersten auf.
Die Deutzer Brücke war Rappel voll. ich musste dran vorbei es half nicht. ich sprintete immer wieder, wie ein Spießrutenlauf. Am Rand ,zwischen durch. Ich überholte.
Das erste Highlight erwartete mich beim einbiegen in den Rheinufertunnel. Menschen, voller Menschen. Was für ein Wahnsinns Bild das man selber gesehen haben muss...ich bekomme Gänsehaut.
Die Strassen sind gesäumt von jubelnden Begeisterten Männern ,Frauen, Kindern die ihre liebsten Anfeuern, Sambagruppen die den Läufern einheizen...Gänsehaut.
Ich laufe, gelegentlich der Blick auf die Uhr. Bin zufrieden und überhole.
Bei km 5 gibst die erste Wasserverpflegung und fast alle Stürzen sich darauf als gäbe nichts mehr. Ich laufe daran vorbei und genehmige mir ein Schluck aus meiner Flasche.
Ich laufe bis km 10 einen 4:59min/km Schnitt, Perfekt ! für mein Ziel.
Ich überhole, überhole, überhole, überhole, die ganze Zeit.
Es läuft sehr gut bis km 25. Wenn ich jetzt behaupten würde der Mann mit dem Hammer war da wäre es übertrieben aber so langsam wird`s anstrengend. Bis hierhin bin ich einen schnitt von 5:02min/km gelaufen und endlich komme ich in den Bereich des Läuferfeldes mit den roten Startnr. wo man mitschwimmt. Überholen wird weniger....werde ich langsamer? schwirrt mir durch den Kopf. Meine beiden Powergels sind schon weg und an jeder Verpflegungstation kralle ich mir 2 Stücke Banane und zwei Becher Cola. Den einen trinke ich während ich den anderen zu quetsche und in meine Flasche kippe.
Die Straße wird enger, ich komme auf die Ringe !!! was hier abgeht ist nicht zu erklären. Man sieht nur Köpfe und Hände die Klatschen, Laola kommen mir entgegen...unglaublich und mit Worten nicht zu erklären wie man auf einer Welle voll Emotionen durch die Massen rennt.. meine Auszahlung.
Bei km 30 laufe ich schon "nur" noch einen Schnitt von 5:15min/km.
Ab diesem Punkt fängt es an einem egal zu sein wann man ankommt, man will nur noch ankommen und zwar ohne stehen zu bleiben.
Stehenbleiben ist für mich genauso ein Fremdwort wie Aufgeben....was bedeutet das???? Mein Ehrgeiz ist einfach zu groß.
Die Kilometer fangen an sich zu ziehen, 33, 34, 35, 36 oh man noch 6km schießt mir durch den Kopf, so wie die kleine Runde am Rhein entlang denke ich, na komm da geht noch was.
Am Gürzenich falle ich schon auf 5:44min/km zurück."Halte durch" Feuer ich mich an. Der Schweinehund wird übermächtig. Letzte Verpflegungstation. ich schütte die Getränke einfach nur noch Richtung Gesicht, was drin bleibt muss reichen.
"Über die Brücke , über die Brücke dann hast du`s geschafft" die Straße knickt links ab und ich Laufe auf den Kölner Dom zu, ein letzter tropfen Adrenalin durchzuckt meinen Körper als ich an ihm hinaufschaue und pusht mich für ein paar Meter.
Da ist Sie , die Deutzer Brücke. Leicht ansteigend , meine Beine machen zu, und da passiert es, ich ...hey warum überholen die plötzlich alle ??? Verdammt du stehst !!! Ich Schlag mir auf die Oberschenkel und brülle mich selber an. Ich laufe weiter , überwinde den höchsten Punkt und erkenne in der ferne den Zieleinlauf. Für einen letzten Sprint reicht es nicht mehr aber die Arme reiße ich noch fürs Foto nach oben, ich habs geschafft.
Ich habe meinen ersten Marathon gefinisht.
Viele sitzen am Wegesrand aber ich gehe weiter, nicht stehenbleiben sonst kommst du hier nicht mehr weg denke ich.
Da steht Sie, die kleine mit den Medaillen in der Hand und ich lasse mir feierlich meine Belohnung um den Hals hängen. Goldend- mit blauem Band. Ich schaue Sie mir kurz an und drücke dem kalten Metall einen dicken Kuss auf. Ja...geschafft.
Als nächstes Steuer ich den erst besten Getränkestand an und stopfe erst mal alles in mich hinein was ich in die Finger bekomme. Alkfreies Reissdorf... bäääh nein danke.
Etwas gestärkt hole ich meinen Kleidersack und schlendere Richtung Duschen, zu voll ich entscheide mich dafür nur ein frisches Shirt an zuziehen und laufe Richtung Parkhaus.
es ist brechend voll auf den Straßen aber ich habe es ja geschafft...ich bin ein Marathonläufer.
Erst am nächsten morgen sehe ich meine Zeiten und vor allem meine Platzierung.
ich falle aus allen Wolken als ich das Ergebnis sehe.Genau 5000 Teilnehmer habe ich hinter mir gelassen.
Gesamt
| Platz (M/W) | 825/5825 |
| Platz (AK) | 119 |
| Platz (Gesamt) | 893 |
| Zielzeit (Netto) | 03:38:49 |
| Zielzeit (Brutto) | 03:53:03 |
Splits
| Split | Zeit | Diff | min/km | km/h |
| 4,8 km | 00:23:37 | 23:37 | 04:56 | 12.20 |
| 10 km | 00:49:28 | 25:51 | 04:59 | 12.07 |
| 15 km | 01:14:17 | 24:49 | 04:58 | 12.09 |
| Halb | 01:44:48 | 30:31 | 05:01 | 11.99 |
| 25 km | 02:04:23 | 19:35 | 05:02 | 11.95 |
| 30 km | 02:30:38 | 26:15 | 05:15 | 11.43 |
| 35 km | 02:57:27 | 26:49 | 05:22 | 11.19 |
| Gürzenich | 03:30:23 | 32:56 | 05:44 | 10.49 |
| Preview | 03:37:59 | 07:36 | 05:58 | 10.06 |
| Netto | 03:38:49 | 50 | 05:15 | 11.46 |
Ich bin zwar fast 9 min über meiner gewünschten Zeit aber 9min durch 42km gerechnet...EGAL
Ich möchte allen sehr Herzlich Danken die mir viel Glück und Erfolg gewünscht haben, wie ihr seht hat es genützt. :)


